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COPD – eine chronische Atemwegserkrankung

COPD (chronic obstructive pulmonary disease) beschreibt eine chronische, fortschreitende Erkrankung der Lunge mit dauerhafter Verengung der Atemwege. Die COPD ist charakterisiert durch eine Kombination aus Husten, Atemnot und Auswurf.

Ursache der COPD ist eine chronische Entzündung der Atemwege:

  • Die Bronchien verengen sich infolge Schleimhautschwellung, vermehrter Schleimbildung und Verkrampfung der Atemwegmuskulatur.
  • Die Schleimhäute können den Schleim immer schlechter abtransportieren. Die Bronchien versuchen, die Luftwege durch Husten frei zu halten.
  • Die erschwerte Atmung führt dazu, dass immer weniger des lebensnotwendigen Sauerstoffs in das Blut gelangt. Das Herz arbeitet stärker, um den Sauerstoffmangel auszugleichen. So können durch COPD auch andere Organe in Mitleidenschaft gezogen werden.

Was passiert beim Atmen?

Der Weg der Luft führt durch die Nase, den Rachen und den Kehlkopf in die Luftröhre, dann in die Bronchien, die sich immer weiter verästeln, bis sie in die sogenannten Bronchiolen übergehen, die wiederum in mehr als 300 Millionen Lungenbläschen (Alveolen) münden. In den Alveolen findet der Übergang des Sauerstoffs in das Blut statt. Jede der vielen Alveolen wird von einem feinen Netz aus Blutgefässen umsponnen, die den Gasaustausch möglich machen:

  • Sauerstoff tritt in das Blut über
  • Kohlendioxid, ein Abbauprodukt aus verschiedenen Stoffwechselprozessen des Körpers, wird in die Ausatemluft abgegeben

Die Lunge versorgt den Körper kontinuierlich mit Sauerstoff. Über ein verzweigtes System der Atemwege gelangt der lebenswichtige Sauerstoff ins Blut.  

Chronisch obstruktive Bronchitis und Lungenemphysem

In Verbindung mit COPD werden regelmässig auch die Begriffe „chronische Bronchitis“ und „Emphysem“ genannt, weshalb diese Begriffe hier kurz erklärt werden sollen:

  • Im Gegensatz zu einer akuten Bronchitis (= Erkältungshusten), die meist nach 1 bis 2 Wochen vorüber ist, hält der Husten bei der chronischen Bronchitis in zwei aufeinanderfolgenden Jahren für mindestens 3 Monate an.
  • Tritt dabei eine Verengung der Bronchien auf, spricht man von einer „chronisch obstruktiven Bronchitis“. Die chronisch obstruktive Bronchitis ist eine Form der COPD.

Zudem kann bei COPD-Patienten ein Lungenemphysem auftreten. Durch die geschädigte Lunge kann die Luft nicht mehr ausreichend ausgeatmet werden und es bleibt zu viel Luft in der Lunge zurück. Zugleich wird mit dem nächsten Atemzug weitere Luft in die Lunge gezogen, denn der Körper braucht Sauerstoff. Kurz: Es wird mehr Luft ein- als ausgeatmet. Die Lunge überbläht, die Lungenbläschen werden teilweise zerstört, es entstehen grosse schlaffe Blasen, die kaum noch Sauerstoff an das Blut abgeben können, und die Atemoberfläche nimmt ab. Schliesslich kommt es bei der kleinsten Belastung zur Atemnot.

Rauchen als Ursache der COPD

Die COPD kann verschiedene Ursachen haben wie z.B. Rauchen, Staub/Schadstoffe am Arbeitsplatz oder erbliche Faktoren; mit rund 90 % ist aber das Rauchen die mit Abstand häufigste Ursache. Rauchen setzt durch eine ständige Reizung der Atemwege eine Entzündungsreaktion in Gang, die sich bei empfindlichen Personen zu einer COPD entwickelt. Die nachfolgende Abbildung zeigt die Lungenfunktion in Abhängigkeit vom Alter bei Nichtrauchern und unempfindlichen Rauchern sowie bei empfindlichen Rauchern, die zu verschiedenen Zeitpunkten mit dem Rauchen aufgehört haben.

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Adaptiert nach Fletcher und Petro, BMJ 1977 1

Auch beim gesunden Menschen (obere Linie) lässt die Lungenfunktion im Alter etwas nach – das ist völlig normal. Im Unterschied dazu nimmt die Lungenfunktion bei empfindlichen Rauchern jedoch dramatisch schneller ab – umso mehr, je länger geraucht wurde. Beim Rauchstopp erholt sich die verlorene Lungenfunktion zwar nicht, aber der weitere Abfall der Lungenfunktion gleicht sich dem eines Gesunden an.

Es ist nie zu spät, mit dem Rauchen aufzuhören - je früher desto besser!

Nützliche Links

Lungenliga Schweiz

CODP-Assessment Test

Bei andauernden Atembeschwerden, Husten oder Auswurf soll der Arzt konsultiert werden, ebenso bei Verschlechterung der Beschwerden bei einer bekannten COPD.

Referenzen:

  1. Fletcher C, Peto R. The natural history of chronic airflow obstruction. Br Med J. 1977; 1(6077): 1645–1648