Um das Ausmaß und die Streuung eines Ovarialkarzinoms zu beurteilen, wird die TNM (Tumour, Nodes and Metastases) Klassifikation verwendet.10 T bezieht sich auf die Klassifizierung des primären Tumors und beschreibt von T1 (Tumor auf ein oder beide Ovarien beschränkt) bis T3 (Expansion überschreitet das kleine Becken) die Ausbreitung des Tumors.9,11 N beschreibt den Befall der Lymphknoten, wobei zwischen N0 (kein Befall der regionären Lymphknoten) und N1 (Befall der regionären Lymphknoten) unterschieden wird.9,11 M klassifiziert Fernmetastasen, wobei M0 das Fehlen und M1 das Vorhandensein von Fernmetastasen beschreibt.9,11
Optional kann zusätzlich ein FIGO-Staging (Fédération Internationale de Gynécologie et d’Obstétrique) vorgenommen werden.8,11 Stadium I entspricht T1-N0 in der TNM-Klassifikation und beschreibt Tumore, die auf die Ovarien oder Eileiter begrenzt sind. Tumore im Stadium II entsprechen T2-N0 und betreffen ein oder beide Ovarien/Eileiter und gehen mit einer Ausbreitung im Becken unterhalb des Beckeneingangs einher. Im Stadium III, T1-3/N0-1/M0 in der TNM-Klassifikation, betrifft der Tumor ein oder beide Ovarien/Eileiter oder es liegt ein Peritonealkarzinom mit zytologisch oder histologisch bestätigter Ausbreitung des Tumors außerhalb des Beckens im Peritoneum und/oder Metastasen in den retroperitonealen Lymphknoten vor. Im Stadium IV, das alle T, N und M1 umfasst, sind Fernmetastasen, aber keine Peritonealmetastasen, nachweisbar. Die jeweiligen Stadien des Ovarialkarzinoms werden in weitere Stadien eingeteilt, was eine detaillierte Beschreibung der Neoplasie ermöglicht.8,11
Die klinischen Symptome des Ovarialkarzinoms sind in frühen Stadien oft unspezifisch, was die frühzeitige Diagnosestellung erschwert und häufig zu einer Diagnose im fortgeschrittenen Stadium führt, was wiederum die Prognose für betroffene Patientinnen verschlechtert.4